Motorrevision Fiat Dino Coupe 2400

 

Motorrevision Fiat Dino Coupe 2400

Dieses wunderschöne Coupe wurde uns mit Geräuschen im Motorraum angeliefert, welche zunächst nicht reproduzierbar waren.

Nur der Ventiltrieb war etwas lauter als sonst. Nach dem Abnehmen der Ventildeckel haben wir teilweise verschlissene Nockenwellen vorgefunden. Den meisten Dino-Besitzern ist bekannt, dass die Schmierung der Nocken zumindest nicht optimal ist. Das orignale Konzept sieht vor, dass eine undefinierte Ölmenge der Schmierung der Nockenwellenlager zu den Nocken geschleudert werden soll. Das funktioniert insbesondere im kalten Zustand nicht perfekt. Auswirkungen können aber frühestens nach mehreren zehntausend Kilometern festgestellt werden. Daher wird teilweise über die Notwendigkeit gestritten, das Problem abzustellen. Da das Problem aber eindeutig und relativ einfach abgestellt werden kann, empfehlen wir bei solchen Gelegenheiten die Nockenwellen "zu Bohren". 

Shopseite "Dino-Nockenwellen bohren"

Hierzu wird in den Grundkreis aller Nocken eine möglichst kleine Bohrung eingeracht. Um genau zu sein: die Bohrung wird erodiert. Die Schwierigkeit besteht darin, dass man einerseits, um nicht zu viel des Öldrucks zu verlieren, eine möglichst kleine Bohrung setzen möchte, andererseits ist es aber schwierig, solch kleine Löcher durch Randschicht-gehärtetes Material zu bohren, ohne dabei den Bohrer abzubrechen. Um dies zu lösen kann man entweder mit einen größeren Bohrer (ca. 1,4mm) durch die Randschicht vorbohren und mit einem 0,7mm Bohrer nach innen durchbrechen, oder man lässt die Bohrungen eben erodieren.

Im konkreten Fall wurden die Nockenwellen jedoch direkt durch welche mit Bohrungen, aus unserem Bestand ausgetauscht:

Shopseite "Standard-Dino-Nockenwelle"

Der Kunde hat sich für das Standardprofil entschieden, wir haben aber auch Nockenwellen mit 291° Öffnungswinkel im Programm:

Shopseite "Dino-Sport-Nockenwellen"


Bei dem Coupe hat sich dann auf den folgenden Probefahrten allerdings ein immer deutlicher werdendes, lastabhängiges Klopfgeräusch etabliert. Höchstwahrscheinlich das Geräusch, warum der Dino ursprünglich zu uns gebracht wurde. Da es sich wie ein Pleuellagerschaden angehört hat, musste der Motor ausgebaut und zerlegt werden.

 

Der Fehler war dann eindeutig zuzuordnen:

 

Der Besitzer des Dinos wollte bei der Motorüberholung keine Kompromisse machen. Weder bzgl. Technik noch bzgl. Optik.
Hier der Motorblock nach dem Zerlegen, Feinbohren und Honen der Zylinder und Planen der Dichtflächen:

 

Es folgt: Teil 2 mit dem Zusammenbau des Motors!

 

 

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