Fiat Coupe + Spider 2000/2400

Der FIAT Dino hat seine Entstehung der Tatsache zu verdanken, dass FERRARI 1967 in der Formel 2 einen überarbeiteten Formel 1 Motor aus den fünfziger Jahren einsetzen wollte. Allerdings verlangten die Homologationsvorschriften 500 mit diesem Motor ausgestattete Fahrzeuge pro Jahr. Für FERRARI zu dieser Zeit eine unmögliche Stückzahl.

FERRARI wandte sich an FIAT mit dem Vorschlag der Arbeitsteilung: Motorkonzept von FERRARI - Entwicklung zur Serienreife von FIAT.
Die Motorentwicklung übernahm ein ehemaliger FERRARI Konstrukteur, Aurelio Lampredi und so blieben die Zutaten vom Feinsten: Motorblock und Zylinderköpfe aus Leichtmetall, nasse Laufbuchsen, Kurbelwelle, Pleuel und Kolben geschmiedet und fein gewuchtet. 4 obenliegende Nockenwellen, doppelte Ventilfedern, natriumgekühlte Auslassventile, Ventilsitze und -führungen aus Schmiede- bronze.
Für optimalen Gasdurchsatz sorgen 3 Weber Doppelvergaser und Edelstahlfächerkrümmer. Um ein niedriges Gewicht zu erreichen wurden keine Kosten gescheut: Ölwanne, Ventildeckel, Ölpumpengehäuse, Felgen und diverse Kleinteile bestehen aus Magnesium. Um mit diesem Motor auch im normalen Betrieb zuverlässig fahren zu können, spendierte FIAT dem Dino eine Hochleistungskondensatorzündung, die auch in der Formel 1 eingesetzt wurde.
Um den wunderschönen Motor angemessen zu verpacken, wurde die Haute Couture des italienischen Karosseriebaus bemüht. Pininfarina karosserierte einen hinreißenden Spider, Bertone entwarf das zeitlos elegante Coupé.
FIAT stellte seinen Kunden einen zivil verpackten Rennmotor vor die Tür. Und das macht sich noch heute bemerkbar.
Fährt man in der Stadt mit Drehzahlen über 5000 U/min, fühlt man sich durch das Heulen, Fauchen und Kreischen aus den beiden Endrohren wie im Rennwagen beim Grand Prix in Monaco.
Die beiden erhältlichen Modelle - Spider und Coupé - könnten vom Fahrverhalten nicht unterschied- licher sein.
Während FIAT den Spider als Vollblutsportwagen für Männer, die die hohe Schule des Fahrens mit Leidenschaft beherrschen, anpries, sollte das Coupé, als raffinierter GT konzipiert, die internationale Sportfahrer-Elite ansprechen. Und so verhält es sich auch heute noch. Während der Spider den optimalen feel right Faktor bietet, ist das Coupe ein schnelles und schickes Reiseauto, das einem überall den richtigen Auftritt ermöglicht.

Ab 1969 setzte FIAT in beiden Modellen einen vollkommen überarbeiteten 2,4 L Motor ein. Die Dinos profitierten davon durch bessere Wartung, längere Haltbarkeit und größeres Drehmoment. Leider blieben speziell beim Spider das aggressive Motorgeräusch und der unglaubliche Biss beim Hochdrehen auf der Strecke. Insgesamt baute FIAT von 1967 - 1972 1557 Spider und 6043 Coupés, wobei der 2,4 Spider mit 424 gebauten Autos der seltenste Dino der Modellreihe ist. Allerdings hat sich durch die mangelnde Pflege der Coupés dieses Verhältnis gewandelt. Heutzutage ist das 2,0 Coupe mit Abstand am seltensten. Bei seiner Einführung kostete ein Dino Spider 24.198 DM, erzielte im Sog der Ferrari Hype Ende der 80ziger Jahre Preise deutlich über 100.000 DM. Zwischenzeitlich hatten sich die Preise wieder beruhigt und man bekam für einen guten Spider um 35.000 Euro. Um die Jahre 2016 und 2017 wurden erneut Rekordpreise um 180.000 Euro gemeldet, die aber zwischenzeitlich wieder deutlich gefallen sind. Gute Coupes liegen derzeit (stand 2020) bei ca. 50.000 Euro.

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