Newsletter "Der ist wohl nicht ganz dicht!"

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 Und hier für alle nochmal zum Nachlesen:

Der ist wohl nicht ganz dicht!

Lieber Dinofreund,

...werden wir denken, wenn wir Öl- und Wassflecken entdecken die unser Dino überall hinterlässt und so sein Revier markiert.
Dann wird es Zeit sich den Motor- und Getriebedichtungen zu widmen und diese einmal genauer anzuschauen. Dichtungen müssen zuverlässig und langfristig dafür sorgen, dass Schmier- und Kühlmittel da bleiben wo sie hingehören.
Dies zum Anlass genommen beschäftigen wir uns mit dem diesem Newsletter ausführlich mit dem Thema Dichtungen.
 
Flachdichtungen
Früher wurden Flachdichten aus ölgetränktem Papier oder Asbest in Verbindung mit unterschiedlichen Materialien, wie Pappe, Gummi oder Gewebe hergestellt.

Anfang der 50iger Jahre wurde die Dichtungstechnik revolutioniert und von der Firma DuPont die aromatischen Polyamide, auch Aramide genannt, entwickelt und später dann unter dem Markennamen Kevlar auf den Markt gebracht.
Neben anderen Eigenschaften sind Aramide extrem zugfest und bis 400°C hitzebeständig. Damit waren Sie geeignet das Asbest in Bremsbelägen und Dichtungen zu ersetzen.


Gut zu erkennen, die Faserstruktur

Alle Flachdichtungen von DinoParts, mit Außnahme der Zylinderkopfdichtungen, werden aus Klingersil C-4400 hergestellt. Das Material der Klinger GmbH aus Idstein, besteht aus Aramidfasern die mit NBR (Nitrilkautschuk) gebunden sind und eine hohe Beständigkeit gegen Mineralöle, Fette und Kohlenwasserstoffe aufweisen. Eine Dichtung sollte grundsätzlich immer so dünn wie möglich sein. Das Verhältnis von Dicke zu Breite liegt idealerweise bei 1/10 und sollte 1/5 nicht unterschreiten um eine ausreichende Flächenpressung zu erreichen. Wir verwenden, je nach Einbauort, Stärken von 0,5 mm  - 1,5 mm.

Zylinderkopfdichtungen
Als Basis für unsere Zylinderkopfdichtungen verwenden wir AFM-22 der Firma Victor Reinz. Auch hier kommt Aramidfaser zum Einsatz, die zusammen mit anorganischen Füllstoffen und Elastomeren als Bindemittel, zu einer Weichstoffmasse verarbeitet und auf verzinktes und gespießtes Stahlblech aufgewalzt wird.

Zusätzlich wird die Oberfläche von unserem Lieferanten speziell für DinoParts vollflächig vitonisiert. Dadurch werden auch kleinste Materialunebenheiten ausgefüllt und ausgeglichen und somit, vor allem in den Randbereichen, eine höhere Oberflächendichtheit erzielt. Für die meisten Modelle stehen mehrere Stärken der Zylinderkopfdichtungen zur Auswahl. Von 1,0 mm, für etwas mehr Verdichtung, über 1,5 mm als Standardgröße bis zu 2,0 mm als Notlösung für bereits mehrfach geplante Zylinderköpfe oder Blöcke. Die Öffnungen für die Zylinder sind mit Brennringen versehen. Damit wird ein höherer Anpressdruck in den kritischen Bereichen erzeugt und gleichzeitig ein Schutz der Weichstoffmasse gegen die heißen Brenngase erzielt. Produktionsbedingt ist der Brennring auf einer Seite der Dichtung größer als auf der anderen. Dabei spielt es für den Einbau keine Rolle ob die breite Seite des Rings oben oder unten liegt. Zusätzlich sind bei unseren Dichtungen die Bohrungen für die Ölkanäle mit einem Metallring geschützt. Im Ergebnis sind unsere Zylinderkopfdichtungen extrem zuverlässig.

Die Dichtungshersteller empfehlen sowohl für die Zylinderkopfdichtungen als auch für die Klingersil Materialien den Einbau ohne zusätzliche Dichtmasse. In der Praxis hat es sich allerdings bewährt um alle Wasser- und Ölkanäle zusätzlich beim Einbau eine dünne Raupe mit dauerelastischer Dichtmasse zu legen. Wir empfehlen für Zylinderkopfdichtungen Reinzoplast und für die anderen Flachdichtungen dieses Silikondichtmittel.

Alle Stanzformen unserer Dichtungen sind nach Originalvorlagen in der EU gefertigt und besitzen somit eine größtmögliche Passgenauigkeit.

 


 

Im Foto oben das Basismaterial und unten der Ausschnitt einer Zylinderkopfdichtung von DinoParts mit Brennring für den Zylinder und Verstärkung vom Ölkanal.

 

Runddichtungen
Neben den Flachdichtungen sind in einem Fahrzeug auch eine ganze Reihe von Radial-Wellendichtringen und O-Ringen verbaut. 
Wellendichtringe werden umgangssprachlich auch als Simmerringe bezeichnet. Dies ist jedoch eine geschützte Produktbezeichnung der Freudenberg Sealing Technologies und geht auf den Erfinder Walther Simmer zurück.
Vor der Erfindung des Simmerings kamen Stopfbuchsen zum Abdichten von Wellen zum Einsatz. Bei der Dresdener Erfindung aus dem Jahre 1894  wird die Welle in einer Buchse geführt. Das Dichtpaket, aus Wachs oder Talg getränktem Filz, Stoff oder Leder wird mit einer Brille gegen einen Ring, der den Querschnitt der Buchse verkleinert, gepresst. Der Dichtigkeit kann dabei reguliert werden, je nachdem wie stark die Brille angezogen wird. Ist der Druck zu hoch, wird die Welle zu warm. Bei zuwenig Druck ist die Welle undicht. Stopfbuchsen finden auch heute noch Anwendung, z. B. beim Abdichten von Antriebswellen für Schiffsschrauben. Auf eine Abdichtung komplett zu verzichten und den Ölverlust in Kauf zu nehmen - heutzutage undenkbar - war eine weitere Option.
Moderne Wellendichtringe und O-Ringe von DinoParts werden in der Regel aus NBR (Nitrilkautschuk) oder FKM, besser unter der DuPont Warenbezeichnung Viton bekannt, hergestellt. Während originale O-Ringe beim Ausbau teilweise komplett zerbröseln  zeichnen sich unsere neuen Dichtringe durch eine hohe Abriebfestigkeit und Beständigkeit gegenüber Ölen, Fetten und Kohlenwasserstoffen aus.      

 
Von einzelnen Dichtungen für die Kraftstoffversorgung und das Kühlsystem, über diverse Inspektions-Kits bis zum kompletten Dichtsatz, zur Revision von Motor oder Getriebe, erhalten Sie sämtliche Dichtungen bei DinoParts. Unsere Dichtsätze enthalten dabei alle Dichtungen, die Sie für die angegeben Arbeiten benötigen!

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