WinkeWinke Lichter
Der Ferrari 348 GTS hat Charakter – und manchmal eben auch seinen eigenen Kopf. Besonders dann, wenn die Klappscheinwerfer beschließen, eher ein charmantes Zwinkern als einen sauberen Auftritt hinzulegen.
Bei unserem Modell zeigte sich genau dieses Verhalten:
Ein Scheinwerfer fuhr sauber hoch, während der andere eher im „Halbschlaf“ hängen blieb – oder beide stoppten irgendwo auf halber Strecke, als hätten sie es sich spontan anders überlegt. Solche Probleme sind bei Klappscheinwerfern keine Seltenheit. Typische Ursachen sind:
Müde Motoren – nach Jahren im Einsatz fehlt einfach die Kraft
Zickige Elektrik – mal Kontakt, mal keiner
Eingerostete oder trockene Mechanik – wenn’s kratzt statt gleitet.
Diese Punkte haben wir bereits ausführlich im älteren Blogbeitrag behandelt, schaut gerne mal rein: https://www.dinoparts.com/de/news/elektric-gremlin-inside
In unserem konkreten Fall lag die Ursache jedoch woanders: Die Relais waren vertauscht. Das führte dazu, dass die Scheinwerfermotoren falsche oder unvollständige Signale bekommen haben. Ergebnis: ungleichmäßige Bewegungen, Stoppen auf halber Strecke oder komplett widersprüchliches Verhalten.
Nach dem korrekten Platzieren der Relais funktionierte das System wieder wie vorgesehen.
Aber was genau ist jetzt ein Relais?
Viele unserer Leser wissen das schon aber für die anderen wollen wir es erklären. Ein Relais hat hauptsächlich die Aufgabe Steuerstrom und Arbeitsstrom zu trennen um zu vermeiden, dass empfindliche Schalter hohe Ströme aushalten müssen, was weder effizient noch langlebig wäre. Ohne Relais müsste im konkreten Fall der Strom, der die Fensterhebermotoren antreibt durch das Halbe Auto und durch den Lenkstockschalter fließen. Die Schleifkontakte sind dafür nicht geeignet und würden aufgrund Abbrand schnell den Geist aufgeben. Bei einem Relais schaltet man durch den Lenkstockschalter nur den Strom aus und ein, der durch einen Elektromagneten den Kontakt des Arbeitsstroßms herstellt, wie Sie im folgenden Filmchen sehen können:
Dann gibt es noch verschiedene Arten von Relais. Manche sind unbetätigt aus, andere unbetätigt an und es gibt solche die unbetätigt auf einer Klemme für Spannung sorgen und betätigt auf der anderen. So sieht das aus:
Bei der Scheinwerfermotorenschaltung sind verschiedene sorten verbaut und wenn man die verwechselt macht das Auto Winke Winke.
Vereinfacht dargestellt, hat man ein "Wechselrelais" für beide Scheinwerfer. Dieses Relais gibt Strom an einem Kontakt, wenn die Scheinwerfer hochsollen und Strom an den anderen Kontakt, wenn sie wieder zugehen sollen. Diese Kontakte sind dann mit Schleifkontakten verbunden, die in den Scheinwerferhebemotoren sitzen und wenn Scheinwerfer hoch oder runter gemeldet wird, über den Schleifkontakt die Verbindung nur so lange gegeben, bis der Scheinwerfer über den Kontakt hinweggefahren ist. Mit dem anderen Ende der Schleifkontakte sind dann dann wiederum jeweils ein Relais verbunden, die die Scheinwerferhebemotoren stupide aus und einschaltet.
Um das ganze noch etwas spannender zu gestalten, sind noch weitere Schaltkreise integriert, die steuern wie im Lichte der Erkenntniss agiert werden soll, dass Standlicht oder Lichthupe betätigt sind, aber darüber wollen wir nicht reden, denn jetzt kommt der kommerzielle Teil:
Kaufen Sie zahlreiche Relais! Wir haben solche im Programm, die elektrisch gleich sind, jedoch mit einem modernen Plastikkleid aufwarten und schöne, mit orginalem Metallgehäuse, allerdings gebraucht und getestet:
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